WeidenHof

gemeinschaftlich getragene Landwirtschaft

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Moor

O schaurig ist’s übers’s Moor zu gehen… ich weiß nicht, ob ihr ab und an mal durch das Pietzmoor bei Schneverdingen wandert, es ist eine Erfahrung wert, besonders wenn man dabei seine Gedanken schweifen lassen kann und en wenig wundert und staunt über Natur- und Kulturlandschaften und wie Landschaft mit Menschen zusammenhängt. Also lasst uns doch mal gedanklich losgehen vom quirligen „Hotel Schäferhof“, wo erstaunlich viele Touristen die Ruhe der Natur suchen, vorbei am echten Schäferhof, wo der nette irische Schäfer Zuhause ist, der zu Schafen und Hütehunden immer einen klugen Ratschlag hat, den ihm sein lebenslang gelebtes Schäferdasein als Erfahrungen mitgeschenkt hat und der dort die Heidschnucken des VNP hütet. Weiterziehen an den Touristenunterkünften, bemerken, wie der Boden ohne Asphalt ganz sandig ist und man inmitten einer einsamen Heide läuft, wären da nicht die vielen Parkplätze, Hinweisschilder und vielen vielen Stimmen.

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„Darf man die auch knutschen?“

Neulich war der Kindergarten hier. Sieben minikleine Menschen, die den WeidenHof besuchen – oder besser gesagt, die Schafe des WeidenHofes – und sich über ein paar Wochen lang haben zeigen lassen, was eine Schäferei alles ausmacht und wie es ist, mit Schafen zu leben. Die Kinder - mit Heu in den Haaren, auf den Mützen, matschverschmiert und frische Luft atmend. Die Schafe -leckerbissenversessen, streichelverrückt oder auch aufgeregt distanziert beobachtend. Wesen, die sich so fremd nicht sind. Wie wir alle. Eigentlich kennen wir alle dieselben Gefühle, große Menschen, kleine Menschen, Federtragende, Hörnertragende, Wollnasen. Wir alle sind, auf das Wesentliche reduziert: fühlende Wesen.

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Schafe, Kühe, Hühner und das ganze höfische Treiben

Wenn die Schäferin schreibt, dann schreibt sie auch oft über Schafe. Das, was wir sagen wollen, können wir oft am besten ausdrücken, indem wir Bilder aus der Welt benutzen, die uns täglich umgibt. Also schreibt die Schäferin über Schafe. Und über Dies und Das. Manchmal ergeben sich aus den Alltagssituationen mit den Tieren kleine Tiergeschichten. Indem man diese Geschichten erzählt, sagt man das, was man eigentlich sagen wollte.

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Hecken und Bäume – oder: die Welt zwischen den Welten

Wenn man mit älteren, eingefleischten demeter-Mitbäuerinnen und -bauern der nördlichen Gegend spricht und dieses Gespräch die landschaftliche Gestaltung des WeidenHofes hat, dann werden meist in Sekundenbruchteilschnelle die Hecken des Hofes mit hoch lobenden Tönen und anerkennend hochgezogenen Augenbrauen erwähnt. Das, was den Hof unter anderem wesentlich ausmacht, sind seine vielen, mittlerweile mächtigen Hecken rund um alle Weideflächen und überhaupt überall hier und da auf dem Hof. In einer stark industriell ausgerichteten Landwirtschaft gibt es eher die Ansicht, alle Hecken müssten eliminiert werden. Zur Vergrößerung der Felder und Weiden, damit diese effizienter mit größeren Maschinen bearbeitet werden können. Hecken sind in diesem Verständnis eher eintönige Begrenzungspflanzungen zum Nachbarn, die jährlich mit aufgestelltem Mähwerk in Form gefräst werden. Außerdem klauen die Mistviecher Wasser und Sonne und erdreisten sich, den Bewuchs unter ihnen zu verändern.

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Vom Grünzeug und den unterschiedlichen Arten, Grünzeug zu sein

Eine Weide ist ein Stück Land, wo Grünzeug wächst und Tiere drauf stehen, die es fressen. Aber das ist längst nicht alles.

 Es fängt schon bei der Frage an: was wächst denn da? Üblich sind „ertragreiche Gräser“ – hierzulande meist das Weidelgras. Dicke, breite dunkelgrün glitzernde labberige Halme, die besonders eiweißreich, als ernährungsphysiologisch vollgepackt sind. Dazwischen meist Weißklee, der alles andere verdrängt und noch mehr Eiweiß draufpackt. Soll zur Folge haben, dass die Tiere dick und fett werden und man viel Silage ernten kann. Hat es auch irgendwie. Gäbe es da nicht so ein, zwei andere Punkte, die einem aufmerksamen Auge nicht entgehen.

Auf Böden wie den unsrigen wird das Weidelgras selbst nur dick und fett, wenn man auch ihm genügend Nährstoffe gibt. Gülle ist die gängigste Variante – das, was immer so stinkt, wenn die konventionellen Kollegen ihre Gruben entleeren. Mist geht auch. Aber mal ehrlich – wollte der Mensch so direkt neben der Toilette seine Mahlzeiten einnehmen? Und warum sollen das dann unsere Tiere? Nichts gegen eine kleine Mistkur für die Weiden, aber bitte früh im Jahr und nur so, dass zur Weidesaison alles wieder schön frisch und duftig geworden ist. Ohne Nährstoffe bringen uns aber auch eintönige Weidelgras-Weißklee-Weiden nichts, weil‘s nicht wächst.

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