WeidenHof

gemeinschaftlich getragene Landwirtschaft

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Wenn ich ein Vöglein wär

flög ich wohin denn nur? Aktuell ist es die Debatte über die Vogelgrippe, die den Wildvögeln nachsagt, den bösen Virus weitläufig zu verteilen und unser „Nutzgeflügel“ anstecken zu können. Wildvogel, Nutzgeflügel, da haben wir‘s ja wieder. Es ist die Macht der Worte, die unser Denken bestimmt. Welchen Nicht-Nutzen haben die vielen Schwalben, die auf dem WeidenHof brüten und unseren Haus-und Hofmeister Roderich die Haare raufen lassen, da sie seine frisch aufgeräumte Werkstatt zu - Entschuldigung – kacken. Bis er nach einigen Debatten mit der Tierhaltungsfraktion des Hofes letztlich dem Schwalbengeturtel verfiel. Kein Schwalbennest wird weggemacht, da müssen andere Lösungen her. Und Roderich lief im ausgehenden Sommer mit Fotokamera übern Hof, um „seine“ letzten Babys dieses Sommers zu fotographieren. Irgendwann gab es ein Unglück. Die Mutter kam nicht mehr, es war zu spät im Jahr, manche Dinge gehen auch auf dem WeidenHof einfach unter in dem Arbeitsdruck, der hier manchmal herrscht. Und ein bedröppelter Roderich stand vor einer minikleinen verhungerten, aus dem Nest geplumpsten Schwalbenstube. Auch ein kleines Schwälbchen öffnet Räume im Herzen – ohne Geld, ohne Effizienz, völlig unwirtschaftlich. Ob es nutzlos war, wird sich zeigen….

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Vor fünf Jahren….

…. war der alte Weidenhof (ohne „H“) noch ein verfallenes, vergessenes Stück Land, das als potentiell bewirtschafteter Hofboden vor sich hinschlummerte. Im „Dornröschenschlaf“ befindlich wurde dieses Land und der auf ihm ruhende Hofteil, also die Gebäude und Infrastrukturen – bezeichnet. So oder so ähnlich kann man das nennen, das efeuumrankte Haus zeugt ja immernoch von dieser Zeit. Das Land schien sich wieder in den alten Moor-Traumzustand begeben zu wollen, denn wo heute drei Folientunnel und zwei Thermogewächshäuser stehen und um die 60 Feingemüsekulturen, bzw. Kräuter wachsen, gab es damals nur Sandkastensand und Quecke. Ein Brachland wie aus dem Bilderbuch. Büsche, Hecken und Bäume überwucherten Wege, verdrängten Wiesen und uferten in die Flächen aus, Wirtschaftsplätze wie die neben Ställen, Dächern und Häusern waren zugewachsen, Wirtschaftsräume waren zugemüllt, hatten kaputte Dächer oder waren verfallen, Wohnmöglichkeiten mussten gutwillig als solche anerkannt werden. Es krähte auch kein Hahn auf dem Weidenhof, niemand muhte, bellte oder rief im Kanon nach nochmäähhhr Heu.

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