3. Dezember 2018

Betriebsblind wird man ja manchmal. Tagein, tagaus dieselben Wiesen, im langsamen Wandel der Jahreszeiten, die Herden und Gehölze und Kulturen, die man jeden Tag begrüßt und in deren Mitte man jeden Tag arbeitet. Die üblichen Zahlen, Erhebungen, Dokumentationen. Alles immer wiederkehrend, sich wiederholend und verändernd, ein Hof-Betrieb, dessen Motor man selbst ist. Oder ein Schräubchen von diesem Motor – wer weiß, … Da manche Hofmenschen oftmals jahrelang kaum vom Hof runter kommen, erhalten sie ebendiesen Genuss von Angekommensein auf einem Fleckchen Land, sich verbunden zu fühlen, mit Land und Tieren verwoben sein. Aber sie geraten auch ebenso beständig in diese Verbindlichkeiten verschiedenster Art, egal ob finanzieller Art oder in Form der Zusage, dass sie diesen Tierwesen Fürsorge versprochen haben und tagtäglich, jede Woche, jahrelang die Herde in ihrem Herdenleben begleiten. Verbundenheit und Verbindlichkeit liegen eng beieinander und gehören zusammen.

Und da gibt es noch dieses leise Band, welches die Herde zu ihrem Hirtenmenschen knüpft. Ganz zart und dennoch so mächtig, weil es etwas Uraltes ist. Aber um Euch davon zu erzählen, lasst mich der Reihe nach berichten.

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