16. August 2018

Was für ein Jahr, was für ein Sommer…Man arbeitet lieber nachts, nur blöd, dass man nachts nicht so viel sieht. Alle darben unter der Hitze, egal ob Pflanze oder Tier, egal ob Gärtner oder Schäfer… Die Weiden verdorrt, die Kühe werden schon lange zugefüttert, mit den Schafen grasen wir noch alle möglichen und unmöglichen Winkel des Hofes ab. Das Gemüse verbrennt auf dem Acker, Zwiebeln werden auf dem glutheißen schwarzen Moorboden nach dem Ernten einfach gebraten und sind gebrauchsfertig auszuliefern. Einfach warmmachen oder schneiden und auf den Zwiebelkuchen legen, glasig sind sie schon. WeidenHof-Fastfood…. Sowas haben wir hier noch nicht erlebt.

Die Nachbarn sprechen von – wann war es? – 1957 oder 59, als es“schonmal“ so war. Auch so richtig heiß und trocken über lange Zeit, zeitweise mit Wasserknappheit und wie sie auch damals versucht haben, die Kühe satt zu kriegen und wie sie über die Mittagsstunden nicht arbeiten konnten, weil sie auf dem Acker verbrannt wurden und im ersten Tageslicht beginnen mussten und dann bis zum letzten Licht gearbeitet haben, um das, was ansteht auch irgendwie bewältigen zu können.

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